|
Die verschiedenen Inhaltsstoffe wirken auch auf die Seele
des Menschen. Wir können also mit einem speziell zubereiteten Tee unsere
Klientinnen und Klienten in ihrem Prozess unterstützen.
Tee-Zubereitung:
1-2 Teelöffel getrocknete Pflanzen mit kochendem Wasser
übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Pflanzen können mit mehr oder
weniger Wasser aufgegossen werden. Der Tee wird dann stärker oder schwächer,
wie der Klient, die Klientin dies mag. Es empfiehlt sich aber pro Tag nicht
mehr als diese Menge Heilkräuter zu sich zu nehmen.
Für eine Empfehlung an die Klienten bietet sich eine Mischung
von 3-5 Heilkräutern an.
Teilen Sie 100gr. auf die einzelnen Kräuter je nach gewünschter
Wirkung auf. Die Menge reicht für ca. 3 Wochen.
Wichtig: Jegliche Kräutertees sind Medizin! Also verwenden
Sie nicht immer den gleichen Tee. Sie können eine Kur von 3 Wochen machen,
dann sollten Sie aber den Tee wechseln.
Die nachfolgende Aufstellung der 10 Heilkräuter erhebt nicht
den Anspruch auf Vollständigkeit.
Baldrian / Valeriana officinale
 |
Hoch reckt der Baldrian seine schlanken
kräftigen Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten sanft im
Winde wiegen. |
| Heilwirkung: |
Beruhigung von Nervensystem und Körper
wirkt vor allem bei Einschlafschwierigkeiten |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Wurzeln (Blüten) |
| Inhaltsstoffe: |
Baldriansäure u.a. |
| Sammelzeit Wurzel: Sammelzeit Blüten:
|
Oktober Juli / August
|
| Allgemeines: |
Der Name Baldrian stammt wahrscheinlich
von dem lateinischen Valeriana, ein Wort, das sich von valere = "gesund
sein" ableitet. |
Engelwurz / Angelica archangelica
 |
Die mannshohe Angelika ist eine alte Heilpflanze aus
dem Norden. |
| Heilwirkung: |
nervöse Verdauungsschwierigkeiten |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Wurzel |
| Inhaltsstoffe: |
ätherisches Öl, Xanthotoxin, Imperatorin, Umbelliferon,
Bitterstoff |
| Sammelzeit: |
zeitiges Frühjahr oder Spätherbst |
| Allgemeines: |
es kann zu Lichtempfindlichkeiten der Haut kommen |
Frauenmantel / Alchemilla vulgaris
 |
Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze
mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens Tautropfen
sammeln. Seine Blüten sind zartgelbe doldige Rispen. |
| Allgemeines: |
Der botanische Name des Frauenmantels leitet
sich vom arabischen alkemelych (Alchemie) ab. |
| Heilwirkung: |
Klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden |
| Verwendete Pflanzenteile: |
das blühende Kraut |
| Inhaltsstoffe: |
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterin,
Glykoside |
| Sammelzeit: |
blühend von Mai-September |
Gänsefingerkraut / Potentilla anserina
 |
Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens
über eine recht grosse Fläche, weil es sich mit seinen Ausläufern sehr
gut verbreiten kann. |
| Allgemeines: |
Bei Mondenschein, am Waldrand, sollen sich
da Elfen und Pflanzengeister treffen und auf dem silberglänzenden Teppich
tanzen! |
| Heilwirkung: |
Krampflösend bei Magendarmkrämpfen und
Asthma |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Blätter |
| Inhaltsstoffe: |
Gerbstoffe, Flavone, Harzbitterstoffe |
| Sammelzeit: |
Mai - August |
Herzgespann / Leonurus cardiaca
 |
Die bis 1,5 m hoch wachsende Pflanze ist ausdauernd
und in Europa und Zentralasien heimisch. |
| Allgemeines: |
Der Name leonurus bedeutet "Löwenschwanz"
und bezieht sich auf das Aussehen der Scheinähren. |
| Heilwirkung: |
Nervöse Herzbeschwerden |
| Verwendete Pflanzenteile: |
blühendes Kraut |
| Inhaltsstoffe: |
Bitterstoffe, äth. Öl, herzwirksame Glykoside,
Flavonoide, Cholin, Gerbstoffe, organ. Säuren, Kalium, Kalzium, Alkaloide |
| Sammelzeit: |
Juli |
Hopfen / Humulus lupulus
 |
Er ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und
hübschen grüngelben Zapfen, die das typische am Hopfen sind. |
| Allgemeines: |
Der Hopfen ist den meisten wohl vertraut
vom Biertrinken. Er ist derjenige, der das Bier so herb macht. Ausserdem
ist er teilweise für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich. |
| Heilwirkung: |
Beruhigend, wirkt vor allem bei Durchschlafschwierigkeiten |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Zapfen |
| Inhaltsstoffe: |
Hopfenbitter (stickstoffrei), ätherisches
Öl, Gerbsäure, Harze |
| Sammelzeit: |
Spätsommer |
Johanniskraut / Hypericum perforatum
 |
Es ist das wichtigste Mittsommerkraut und sammelt in
der Zeit des Hochsommers massenhaft Sonnenlicht, um es in seinem roten
Farbstoff zu speichern. Dieser rote Farbstoff gibt uns in der dunklen
Jahreszeit das Licht der Sommersonne zurück. Dafür hat es das Licht
gespeichert. |
| Allgemeines: |
Achtung!
Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Nicht
vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben. Es kann bleibende Hautflecken
geben! |
| Heilwirkung: |
Stimmungsaufhellend, wirkt bei depressiven
Verstimmungszuständen, nervöser Unruhe oder Angst. |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Kraut |
| Inhaltsstoffe: |
Hypericin, ein roter Farbstoff Flavonoide,
Gerbstoffe, ätherisches Öl |
| Sammelzeit: |
Ende Juni bis September |
Lavendel / Lavendula officinalis
 |
Der wohlduftende Lavendel erinnert an Südfrankreich,
wo er auf grossen Feldern gedeiht. Dort riecht die ganze Gegend nach
Lavendel. |
| Allgemeines: |
|
| Heilwirkung: |
Beruhigend, wirkt vorbeugend bei Kopfschmerzen
und Migräne |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Blüten |
| Inhaltsstoffe: |
ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid, Saponin |
| Sammelzeit: |
Juli / August |
Passionsblume / Passiflora incarnata
 |
Die Passionsblume ist mit 400 Arten eine grosse Gattung
des tropischen Regenwaldes. |
| Allgemeines: |
Die Passionsblume mit ihrer eigentümlichen
Blüte, deren feiner Fadenkranz an die Dornenkrone Christi erinnert und
so der Blume ihren Namen gab, wurde vor 500 Jahren aus ihrer Heimat
Ostindien nach Europa gebracht. |
| Heilwirkung: |
beruhigend bei Herzbeschwerden, Nervosität
und Schlaflosigkeit |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Kraut |
| Inhaltsstoffe: |
Flavonoide Maltol Kumarine, Ätherische
Öle |
| Sammelzeit: |
August bis Oktober |
Zitronenmelisse
 |
Die Melisse ist eine in den Mittelmeerländern beheimatete
Pflanze. Im Mittelalter wurde sie nach Deutschland gebracht und zunächst
in Klostergärten, später in Bauerngärten angebaut. Zerreibt man die
Blätter zwischen den Fingern, entwickelt sich ein zitronenähnlicher
Geruch. |
| Allgemeines: |
Bereits die alten Griechen wussten um die
Heilkraft Bescheid - und Karl der Grosse befahl den Anbau in den mittelalterlichen
Klöstergärten, was die Entwicklung des Melissengeistes zur Folge hatte. |
| Heilwirkung: |
Blähungen, Magenbeschwerden, Nervöse Schlaflosigkeit |
| Verwendete Pflanzenteile: |
Blätter |
| Inhaltsstoffe: |
ätherisches Öl, Bitterstoff, Gerbstoff,
Harz, Schleim |
| Sammelzeit: |
Mai - Juni |
Medicine Worldwide – Heilpflanzen-Lexikon
Informationen zu 204 Heilpflanzen, wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und
Spurenelementen
Tipps und Ratschläge holen, Erfahrungen austauschen, Fragen stellen oder
auch beantworten – einfach die Gelegenheit, sich über alternative Heilverfahren,
Naturmedizin, Kräuter und Pflanzen zu unterhalten
Eine private Heilkräuter-Seite von Eva Marbach, Breisach
Eine
private Heilkräuter-Seite von Verena Mathez, Dulliken
|