Wirkung

Wie wirkt Autogenes Training?

Der in das stille Wasser geworfene Stein trifft mit konzentrierter Kraft auf einer Stelle auf, die dadurch freigewordene Energie dehnt sich kreisförmig aus. Genauso wird der Gedanke im Körper aktiv. Die knappe, treffende Formulierung des Gedankens bewirkt im angesprochenen Körperteil eine Reaktion, die sich rasch auf die umliegenden Muskelgefüge und Blutgefässe überträgt. Der regelmässig Übende erzielt parallel zur Entspannung der Körpermuskulatur und der Gefässysteme eine nachhaltige Veränderung im seelischen Bereich. Loslassen, versenken und vertiefen werden möglich. Der Mensch findet inmitten seines Alltags, zugedeckt mit beruflichen und sozialen Ansprüchen, eine Insel der Gelassenheit, der inneren Ruhe. Sein Organismus arbeitet harmonisch in der fein abgestimmten Selbstregulation. Damit ist das Versprechen dieser Entspannungsmethode eingelöst: die autogene Umschaltung.
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Reizwort Suggestion! Dieser Begriff hat eine abenteuerliche Geschichte des Missbrauchs hinter sich. Er beschreibt in seinem Kern einen zwischenmenschlichen Vorgang, der in jeder Begegnung und in jedem Gespräch mitschwingt. Der in ausgewählte Worte gefasste Gedanke, unterstützt durch begleitende Mimik und Gestik, teilweise hervorgehoben durch Tonfall und Lautstärke, löst beim Gegenüber eine bestimmte, durch den Sprechenden beabsichtigte Wirkung aus. Dieser Art der Beeinflussung sind wir täglich ausgesetzt. Die formelhaften Vorsätze des Autogenen Trainings greifen in ihrer Funktionsweise auf die gleichen Gesetze der Suggestibilität zurück. Die gewünschte psychogene Reaktion ist aber nur bei voller Übereinstimmung des Topos mit dem erklärten Willen des Übenden zu erringen. Die Suggestion ist letztlich immer eine Autosuggestion
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